Unterfinanzierte Rüpel

Den aktuellen Spiegel-Titel Der Straßenkampf – Rüpel-Republik Deutschland habe ich gern gelesen und sogar was gelernt:

Berlin investiert gerade mal zwei Euro pro Jahr und Einwohner in die Fahrradinfrastruktur, insgesamt rund sieben Millionen Euro. Die drei Opernhäuser der Stadt bekommen pro Jahr 18-mal so viel.

Allerdings: Man muss einfach mal Titel- und Rückseite im Kontext sehen. Das erklärt dann vielleicht einiges.

Achso, das noch dazu: Regierung kürzt Etat für Radler

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Mieträder in Metropolen: Da fehlt doch was?

Die BBC hat auf ihrer Reiseseite The Passport blog mal einen Blick auf einige Metropolen dieser Welt geworfen und geschaut, wo und wie man dort Fahrräder mieten kann.

Da finden sich Paris, Hangzhou, Washington, Mumbai, London, Mexiko-Stadt, Melbourne und Dublin.

Da findet sich nicht: Berlin.

Wird doch nichts mit den Merkwürdigkeiten – und auch: Kosten – des hiesigen Systems zu tun haben? (Da gibt es ja jede Menge Streitpotenzial, allein schon über die Frage, ob die Bahn für dieses System Gebühren an den Bezirk entrichten muss…)

Velib in Paris, März 2011

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Da isser, der Berlin Cycle Chic

Fotos von Leuten auf Fahrrädern. In Berlin. Mehr nicht, aber nach dem Vorbild von Kopenhagen – und etlichen anderen Städten – jetzt auch in der deutschen Hauptstadt:

Berlin Cycle Chic.

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Schönes Rad. Aber warum mit Motor?

Fast alles, was in diesem Werbespot gezeigt wird, gilt auch für herkömmliche Räder. Aber die haben vermutlich nicht so tiefe Taschen wie die Smart-Mutter Daimler Benz, um so aufwändig für das Radfahren (hier: mit Elektromotor) zu werben…

(Um Missverständnissen vorzubeugen: E-Bikes bzw. Pedelecs finde ich gar nicht schlecht. Ich meine nur, dass das flache, urbane Berlin kaum der Ort ist, wo sie am nötigsten wären – in Stuttgart wäre das vielleicht was anderes. Andererseits verkaufen die sich vermutlich in Berlin am besten…)

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Prima Klima bei der Bahn: Bewaffneter statt Aircondition

Die Deutsche Bahn hat aus dem Desaster mit dem ausgefallenen Klimaanlagen in ihren ICE-Zügen in den vergangenen Jahren gelernt. Streikt die Anlage, wird der entsprechende Wagen von Bewaffneten abgeriegelt. Das spart – zum Beispiel drohende Schadenersatzzahlungen.

Die Umsetzung dieses Konzepts konnte ich heute im ICE 1717 Hamburg-Frankfurt zwischen Berlin und Eisenach bewundern. Nun gut, schon vorher war am Bahnsteig angezeigt: Heute Wg. 33 Klimaanlage defekt – ein Service, der vor allem bei hochsommerlichen Temperaturen vorbildhaft ist. So weiß man schon vorher, was am Zug nicht funktioniert.

Der völlig leere Wagen 33 war dann nicht nur mit Aufklebern versehen, die auf die defekte Klimaanlage hinwiesen. Da stand auch ein Polizeibeamter, die Pistole an der Hüfte, der im Wachtmeisterton belehrte, dass der Wagen gesperrt sei. Warum, sagte er nicht. Dafür gab’s ja die Aufkleber.

Mal sehen, ob Bahn und Polizei ihre Kooperation für Serviceleistungen dieser Art ausweiten.

(Muss auch mal nachgucken, wann das Gesetz über die Aufgaben der Bundespolizei geändert wurde und Hamburger Polizisten Aufgaben der Bahnsicherheit übertragen wurden.)

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Oldtimer

Davon stehen in Brandenburg noch viele rum…

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Jetzt kriegt man immer ein Rad

Das neue System der Deutschen Bahn für ihre Mieträder in Berlin hat unbestritten Vorteile. Zwar sind die Mieträder jetzt in weiten Teilen des Stadtgebiets nicht mehr vorhanden, zwar kann man nirgendwo im Westen der Hauptstadt ein solches Rad mieten oder zurückgeben. Aber was soll’s: Da, wo die Bahn eine ihrer sparsam ausgestreuten Stationen aufgebaut hat, sind dafür auch immer Räder verfügbar.

Seitdem es das Stations-System gibt, sagt ein Bekannter im Prenzlauer Berg, sehe ich auch immer die Call-a-Bike-Räder. An den Stationen. Früher habe ich nie welche gesehen, da waren immer alle in Gebrauch.

Die Taktik funktioniert also. Und vorsichtshalber kann man so eine Ausleihstation auch da postieren, wo die Zahl der Rad-Nutzer besonders groß ist: Direkt vor einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, gegenüber der CDU-Parteizentrale, an einer Straße, an der sonst überwiegend Botschaftsgebäude liegen.

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